
Der Partnership Catalyst ist ein strukturiertes Programm, das Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Innovationskontexten zusammenbringt, um gemeinsam digitale oder Produktlösungen zu entwickeln, die keiner der Partner allein entwickeln könnte. Es handelt sich um eine bewährte Methodik zur Schaffung gegenseitiger Werte: Lokale Partner bringen fundierte Kontextkenntnisse und Marktzugang mit, internationale Partner steuern technische Fähigkeiten, Skalierbarkeits-Know-how und globale Netzwerke bei.
Die Methodik des Partnership Catalyst
Warum es funktioniert:
Programmkontext
Die einzigartige Topografie Nepals schafft strukturelle Hindernisse für die wirtschaftliche Entwicklung: Steiles Gelände, begrenzte Strasseninfrastruktur und geografische Isolation machen es teuer und schwierig, Dienstleistungen für Gemeinden ausserhalb von Kathmandu bereitzustellen. Die digitale Technologie bietet die Möglichkeit, die physische Infrastruktur zu überspringen – aber nur, wenn die Lösungen auf die nepalesischen Gegebenheiten zugeschnitten sind und nicht aus Ländern mit hohem Einkommen importiert werden.
Die DEZA entwickelte den Partnership Catalyst in Nepal als Schlüsselkomponente von DIGI Nepal, einer von der DEZA geleiteten Initiative zur Förderung digitaler Innovationen, um diskriminierten Gruppen und Gemeinden ausserhalb der Hauptstadt einen besseren Zugang zu erschwinglichen Grunddienstleistungen zu ermöglichen. Die Hypothese: Durch die Kombination von Schweizer technischem Fachwissen mit nepalesischem Kontextwissen und Marktzugang könnten digitale Lösungen mit echter Reichweite entstehen.
PHASE 1: LANDSCAPE-STUDIE
Auf der Grundlage einer von der DEZA in Auftrag gegebenen Landscape-Studie zum digitalen Innovationsökosystem Nepals identifizierte die DEZA drei Sektoren mit hohem Wirkungspotenzial und guten Voraussetzungen für grenzüberschreitende Partnerschaften:
PHASE 2: AUSWAHL UND MATCHMAKING
Ein strukturierter Auswahlprozess führte zu Gesprächen mit über 50 Schweizer und nepalesischen Unternehmen. Zu den Bewertungskriterien gehörten: technische Fähigkeiten, Wirkungsorientierung, Offenheit für Zusammenarbeit und Komplementarität mit potenziellen Partnern. Es wurden drei Partnerschaften gebildet:
| Sector | Nepali Partner | Swiss Partner | Joint Solution Focus |
| Fintech | Aria Technologies | Alvra Labs | Digital payment infrastructure and financial services for underbanked communities in remote areas |
| Healthcare | Health at Home | heyPatient | Integrated platform for remote patient monitoring, teleconsultation, and health record management |
| Food-related Logistics | NAXA | AgriCircle | Data-driven platform connecting smallholder farmers to buyers, reducing information asymmetry and post-harvest losses |
PHASE 3: DER CO-CREATION-WORKSHOP
Der viertägige Workshop brachte alle drei Partnerschaften in Kathmandu zusammen. Die SDC wählte bewusst den Veranstaltungsort im Land: So konnten die nepalesischen Partner auf heimischem Boden bleiben, Besichtigungen vor Ort in realen Anwendungskontexten durchführen und sicherstellen, dass die Lösungen auf der Grundlage der nepalesischen Realitäten – und nicht auf der Grundlage europäischer Annahmen – entstanden.
Was hat zum Erfolg geführt?
Project Manager & PhD Candidate